Web Essentials

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Alltag in Kambodscha und seine Fazetten

Donnerstag, Januar 26th, 2012

Was unterscheidet sich von meinem Alltag hier in Kambodscha von meinem Alltag in der Schweiz? Mal abgesehen vom Wetter?
Das erste Jahr in Kambodscha war ein wenig ausserordentlich. Ich habe an vielen verschiedenen Orten gearbeitet und hatte viele Aufgaben. Root IT, Englisch unterrichten, Khmer lernen, im Büro aushelfen, etc. Doch seit ich bei Web Essentials bin sieht es ein wenig anders aus. Mein Arbeitstag beginnt um 8 Uhr am morgen. Meine Pünktlichkeit lässt zu wünschen übrig. Das hat nicht nur mit mir zu tun, sondern auch mit dem massiven Verkehr. Web Essentials ist am einen Ende der Stadt, ich wohne am anderen Ende der Stadt. Noch vor einem Jahr brauchte ich für diese Distanz etwa 15 Minuten mit meinem Motorrad. Mittlerweile hat sich die Verkehrssituation derart verändert, dass ich 30 oder mehr Minuten brauche. Es gibt viel mehr Autos und die Anzahl Strassenampeln hat sich verdoppelt binnen nur eines Jahres. Eine negative Folge davon ist, dass ich Asthma diagnostiziert bekommen habe. Dinge wie Vergaser oder den Motor abstellen kennt man hier in Kambodscha nicht. Oder kaum.
Wir arbeiten eine 5 Tageswoche, 40 Stunden. Meine Anstellung ist 80%, damit ich an 2 Morgen Khmerunterricht nehmen kann. Dennoch läuft es darauf heraus, dass ich meine freien Morgen meistens im Büro verbringe.
Mein Arbeitstag ist intensiv. Kunden Gespräche, Emails beantworten, Verträge schreiben, Konzepte schreiben, Arbeitsaufwände schätzen, Interne Sitzungen, Mitarbeitergespräche, Kundenkontakte mit der Schweiz, etc. Immer wieder wird es sehr spannend wenn es um einen Vertragsabschluss geht. Es ist ein schönes Gefühl, einen Vertrag unter Dach und Fach zu kriegen.
Die grösste Schwierigkeit die wir hier haben ist, dass wir ein hochqualitäts Produkt verkaufen. Webseiten auf TYPO3 mit Maintenance Service und regelmässigen Schulungen. Die Konkurenz ist gross. Vor allem kleinere inhouse firmen verkaufen ihre Webseiten für sehr kleine Preise. Die Herausforderung besteht darin unsere potentiellen Kunden wegen Kosten und Wert der Kosten zu überzeugen.
Da viele unserer Kunden aus Europa kommen bedeutet das auch, dass ich von Zeit zu Zeit einen Abend im Büro verbringe. Auf Grund der Zeitverschiebung.

Ich verlasse das Büro meist erst wenn es dunkel ist. Nach dem Arbeiten gehe ich Khmer Boxen. Das tut gut und hält fit. Seit neuestem hat Phnom Penh auch ein Kino. Oder ich treffe mich mit freunden oder in unserem Schweizer Hauskreis. Aber da die Möglichkeiten in Phnom Penh sehr begrenzt sind verbringen wir auch viele Abende zu Hause, kochen oder schauen einen Film oder beides.

Am Sonntag gehen wir in die internationale Kirche. Mittlerweile spiele ich fast jeden Sonntag Schlagzeug. Nach dem Gottesdienst verbringen wir normalerweise Zeit mit unseren Freunden und gehen für gewöhnlich zusammen Mittagessen.

Und alles andere aufregende was um mich herum passiert versuche ich natürlich im Blog fest zu halten ;)

Zum neuen Jahr

Sonntag, Januar 15th, 2012

es ist a der zeit dass ich wieder mal etwas schreibe. die zeiten sind hektisch. auch hier in kambodscha ist viel los.
die weihnachtszet ist vorbei. mein weihnachtsbaum ist wieder in die schachtel verstaut worde. zum zweiten mal.
wir hatten ein wndervolles fest mit freunden am sylvesterabend. wir haben ein boot gemietet auf dem tonle sap und sind fuer drei stunden auf dem wasser hin und her gegondelt. etw fuenfzig leute sind gekommen. dreissig haette ich hoechstens erwartet. das tollste war , dass mein lieber freund und tuktuk fahrer mit uns gekommen ist und seine familie mitgebracht ht. kon und ich wurden zu sehr guten freunden. wir unterhalten uns stundenlang auf khmer. danke hierbei an devid und anna. ich bin nach wie vor mit der khmer schrift beschaeftigt. ein riesen projekt. aber mein lehrer sothea macht eine super job. nach wie vor. er hat uebrigens mittlerweile geheiratet. das war ein ganz spezieller anlass.
in der arbeit ist es sehr intensiv im moment. aber ich bin gluecklich,dass ich ein paar wichtige erfolge erzielen durfte. keider hoert mein mitarbeiter makara auf ende monat auf. es wird sehr schwierig werden ene ersatz zu finden. aber ich freue mich auch darauf jemand neues in mein feld einarbeiten zu duerfen.
und a der hochzeitsfront geht natuerlich die post ab. die fluege sind gebucht. die daten festgelegt und kommuniziert. die gaestelisten sind geschrieben, das restaurant gefunden und die ehevorbereitung via skype mit marys pastor sind super interessant. wir freuen uns sehr bis es soweit ist. aber es wartet noch unglaublich viel arbeit auf uns. und auch schwierige entscheidungen muessen gefaellt werden. aber es fuehlt sich sehr gut an zu spueren wie viele von euch sich mit uns mitfreuen.
bitte entschuldigt die fehlenden kommas. ic schreibe diesen eintrag auf einem sehr schreibeunfreundlichen geraet. aber es klappt. bis zum naechsten mal.

Dominik und Rebecca und Web Essentials auf Radio DRS

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Radio DRS hat eine Dokumentation über das Leben am Mekong veröffentlicht. Auf ihrem Weg sind sie auch bei Web Essentials vorbei gekommen.

Hier findet ihr diese interessante Dokumentation:

http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/atlas/2613.sh10197728.html

Kurz vor der Mitte beginnt der Teil mit Dominik und Rebecca. Ich hoffe dieser kurze Bericht gibt euch einen weiteren Einblick was es heisst in Kambodscha zu leben und zu arbeiten.

Viel Spass

Social Business bildet internet-Programmierer in Kambodscha aus – Thaizeit – www.thaizeit.de

Montag, Oktober 10th, 2011

Social Business bildet internet-Programmierer in Kambodscha aus – Thaizeit – www.thaizeit.de.

„DIE FIRMA IST MEIN ZWEITES ZUHAUSE“, SAGT PHALLA LAY. DOCH DAMIT MEINT ER NICHT, DASS ER PERMANENT ARBEITET. ER MEINT ES POSITIV. DER 24-JÄHRIGE PROGRAMMIERER UND ENTWICKLER KOMMT AM WOCHENENDE INS BÜRO, UM SEINE KOLLEGEN ZU TREFFEN, DIE GLEICHZEITIG SEINE FREUNDE SIND. SIE SPIELEN BILLARD ODER KARTEN ZUSAMMEN, SURFEN IM INTERNET UND TAUSCHEN SICH ÜBER DIE NEUESTEN TECHNOLOGIEN AUS.

Von: Katja Dombrowski

Lay arbeitet bei der Webagentur Web Essentials in Phnom Penh. Indem sie ihren Mitarbeitern eine zweite Heimat bieten, haben die Schweizer Firmenbesitzer Rebecca und Dominik Stankowski bereits eins ihrer wichtigsten Ziele erreicht: Es soll in dem Unternehmen, das Internetseiten vor allem für deutsche und schweizerische Kunden erstellt, nicht nur um Arbeit und Profit gehen, ums „Business“. Sondern auch um das Miteinander, das Soziale, letztlich um die Gesellschaft. Web Essentials ist ein so genanntes Social Business.

Konkret heißt das zum Beispiel, dass das aus Basel stammende Unternehmerpaar zehn Prozent seines Gewinns an Nichtregierungsorganisationen spendet, dass der Profit zurück in die Firma fließt, dass die Mitarbeiter fair bezahlt und permanent weitergebildet werden, dass langfristige Partnerschaften entstehen und dass Verantwortung an die Mitarbeiter übergeht. „Unsere Idee ist es, uns selbst irgendwann überflüssig zu machen“, sagt Rebecca Stankowski mit einem Lächeln. „Wenn alle Positionen von Kambodschanern besetzt sind, gehen wir zurück in die Schweiz“.

Doch das ist Zukunftsmusik. Die nächsten Jahre wollen Stankowskis, die im Januar 2008 über Jobs bei Nichtregierungsorganisationen nach Kambodscha kamen und inzwischen einen zweijährigen Sohn haben, auf jeden Fall im Land bleiben. Web Essentials existiert seit April 2010 und befindet sich noch in der Aufbauphase. Zurzeit hat die Firma 44 Mitarbeiter, darunter sind außer den Firmeninhabern noch drei Expats. „Wir haben zum Beispiel einen Schweizer Sales- und Marketing-Manager eingestellt, weil wir keinen geeigneten Kambodschaner für die Position gefunden haben“, erklärt Rebecca Stankowski. Andere Ausländer kommen für einige Monate zu Web Essentials, um Trainings in TYPO3 zu geben, der Open-Source-Software, mit der die Internetseiten programmiert werden.

DER TRAUM VON DER EIGENEN FIRMA

„Mein Traum ist eine eigene Firma“, sagt Dimanche Eat, der die ausländischen Aufträge von Web Essentials koordiniert und mit Teams von zwei bis fünf Programmierern realisiert. „Aber das ist vielleicht in zehn Jahren möglich. Ich muss noch viel lernen“, weiß der 21-jährige Kambodschaner. Was er an seinem Arbeitgeber besonders schätzt: „Man bekommt hier die Chance, seine eigenen Ideen einzubringen und die Dinge selbst zu machen.“ So könne er sich immer weiter entwickeln. „Mein nächstes Ziel ist Projektmanager.“

Ausbildung und Förderung spielen bei Web Essentials eine große Rolle: Die meisten Programmierer haben den Umgang mit TYPO3 erst in der Agentur gelernt, in einem selbst entwickelten vierwöchigen Ausbildungsprogramm. Davon profitieren auch die derzeit sieben Praktikanten – IT-Studenten am Ende des Studiums, die sich nach ihrem Abschluss Hoffnung auf eine Anstellung in der Webagentur machen können. Darüber hinaus gibt es wöchentliche Trainingseinheiten zur Weiterbildung der Mitarbeiter.  „Die Ausbildung hier an den Universitäten ist weit entfernt von dem, was der Markt braucht“, sagt Rebecca Stankowski. Web Essentials verstehe sich so gesehen nicht nur als Unternehmen, sondern auch als Ausbildungsstätte, die Infrastruktur biete, Erfahrungen ermögliche und neue Techniken einführe.

So haben ihre Mitarbeiter TYPO3, das weltweit am meisten verwendete Content Management System (CMS), ins Khmer übersetzt, wodurch wesentlich mehr Menschen vor Ort die Verwendung ermöglicht beziehungsweise vereinfacht werde. Einmal im Monat stellt die Agentur ihre Räumlichkeiten für ein TYPO3-User-Group-Treffen zur Verfügung, bei dem sich 50 bis 60 TYPO3-Programmierer und solche, die es werden wollen, austauschen. „Unser Ziel ist es, auch einen Unterschied im Land zu machen“, fasst die Chefin zusammen.

“UNSERE LEUTE KÖNNEN MIT PROGRAMMIERERN IN DEUTSCHLAND UND DER SCHWEIZ MITHALTEN”

Etwa ein Drittel seiner Kunden rekrutiert das junge Unternehmen in Kambodscha. Dort erstellt es Webseiten für Firmen und Nichtregierungsorganisationen, vom Design der Seite über die technische Realisierung bis zum Training der Kunden in TYPO3, um die Seite selbst zu pflegen. Die Mehrheit der Auftraggeber sitzt jedoch in Deutschland und der Schweiz: Webagenturen, die ihre Programmierarbeit in das südostasiatische Entwicklungsland outsourcen. Das sei zum einen kostengünstig und Engpässe etwa in Ferienzeiten im europäischen Sommer oder bei guter Auftragslage könnten so überbrückt werden, erklärt Rebecca Stankowski. Zum anderen schätzten die Kunden die Expertise der TYPO3-Fachleute von Web Essentials: „Unsere Leute können durchaus mit Programmierern in Deutschland und der Schweiz mithalten.“ Zwei der kambodschanischen Mitarbeiter hätten kürzlich in der Schweiz ihr TYPO3-Zertifikat erhalten.

Open-Source-Programme wie TYPO3, die auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux basieren und kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können, sind in Entwicklungsländern besonders vorteilhaft. Ist die Hardware erst vorhanden, treten keine weiteren Kosten auf. Kambodschas Regierung will mittelfristig vollständig auf Open-Source-Software umstellen. Wichtige Software wie ein Betriebssystem, ein Internetbrowser, ein E-Mail-Pogramm und ein Office-Paket mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation etc. liegen bereits auf Khmer vor.

Die IT-Branche Kambodschas steckt etwa im Vergleich zum großen Nachbarn Thailand noch in den Kinderschuhen. „Zurzeit geht es für lokale Firmen noch um die Frage: Warum brauche ich überhaupt eine Webseite, und nicht darum, wie sie aussehen soll“, erklärt Rebecca Stankowski. Doch sie ist sicher, dass der Markt sich entwickeln und die Nachfrage stetig steigen werde. Web Essentials mit ihren TYPO3-Experten sind dann schon da – oder besser gesagt immer noch. Unter schweizerischer oder kambodschanische Leitung. Im Besitz der Stankowskis oder derzeitiger Angestellter. Die Einzelheiten sind noch vollkommen unklar. Doch dass es weitergeht für die „soziale“ Webagentur, steht für ihre Gründer fest.

Newsletter No. 8

Montag, September 12th, 2011

Hoi Zämme

Es ist wieder einmal Zeit um etwas zu erzählen. Mir ist bewusst, dass meine Schreibaktivitäten auf meinem Blog ein wenig zurück gegangen sind. Ich gebe mir die grösste Mühe, dass sich das wieder ändert. Es ist viel los. Viel Arbeit, viele Veränderungen, viele Entscheidungen. Gehen wir doch am besten mal detailliert darauf ein.

Entscheidung 1

Häppi

Vermutlich ist es ja gar keine Neuigkeit mehr. Aber dennoch ist es der ultimative Höhepunkt der letzen 4 Monaten. Mary und ich haben uns verlobt am 5. August um etwa 00:05 Kambodschanische Zeit. Sie hat tatsächlich Ja gesagt. Wie cool ist denn das? Ich fühle mich ein wenig verwöhnt, dass meine Zeit und Arbeit hier in Kambodscha mit einer derart wundervollen Frau belohnt wird. Wir fühlen uns Wohl, auch nach diesem Entscheid. Wir spüren, dass es richtig ist und fühlen uns reich beschenkt miteinander. Ich hätte mir nie vorgestellt, dass ich auf Kambodscha reisen muss um die Frau kennen zu lernen mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Ganz zu geschweige denn, dass diese Frau ebenfalls um den halben Globus reisen muss um mich kennenzulernen.

Wir hatten eine ganz tolle Verlobungsparty in meinem Haus mit fast allen Leuten die uns wichtig sind. Aber ja… Ihr habt alle wirklich gefehlt.

Und jetzt natürlich die Frage wann und wo? Wir wissen es noch nicht. Aber wir werden es euch wissen lassen, sobald wir mehr wissen. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, auf die ich noch genauer eingehen werde.

Choeun und Bunny

Und jetzt ein ganz krasser Themenwechsel. Sorry, aber ich möchte chronologisch vorgehen.

Obwohl ich nicht mehr mit ROOT IT zusammenarbeite, kommt Choeun oder Martin immer wieder auf mich zu und fragt mich um Rat. Und vor allem kümmere ich mich persönlich regelmässig um Bunny, den Lehrling. Bunny und ich verbringen so oft wie möglich Samstage zusammen. Wir kochen miteinander, oder ich versuche ihn zu einem Erlebnis zu motivieren. Bunny ist für seine 20 Jahre relativ depressiv. Er bevorzugt es seine Zeit in seinem Zimmer zu verbringen. Er mietet ein Zimmer für 30$ im Monat. Das ist sein monatliches Einkommen. Er teilt den Raum mit seinem Bruder. Der Bruder verdient 40$. Das muss für Essen, Schulunterlagen und den ganzen Rest reichen. Und das ist zu knapp. Bunny lehnt Unterstützung aber kategorisch ab. Von dem her versuche ich einfach Zeit mit ihm zu verbringen und ihm zwischendurch eine Freude zu machen. Bunny ist nach wie vor sehr motiviert bei ROOT IT. Aber er lernt sehr langsam und schwerfällig. Aber scheinbar macht er grosse Fortschritte wenn es darum geht Kabel zu verlegen und Netzwerke zu konfigurieren. Und übrigens, der Laptop den Bunny aus der Schweiz erhalten hat ist rege im Gebrauch. Das war das bestmögliche Geschenk. Oder fast… denn Bunny hat seit neuestem eine Freundin. Kanja. Sie ist eine Lehrtochter von Konkea, der Schneiderin. Er holt sie jeweils von der Arbeit ab und bringt sie nach Hause und holt sie wieder ab. Sie bringt Ihn ein wenig auf andere Gedanken und tut ihm sehr gut.

Aber Bunny und Choeun sind nach wie vor meine grössten Sorgenkinder hier. Choeun hat sich entschieden, dass er sich vom Vocational Training Program, also von WEC zu lösen. Diese Entscheidung hat hohe Wellen geschlagen und ist auf grosses Unbehagen gestossen aber wurde akzeptiert. Martin hat es dennoch hart getroffen, weil er viele Jahre dafür investiert hat, Choeun auf den richtigen Weg zu begleiten. In der Zwischenzeit hat Choeun seine Entscheidung Bereut und versucht sich wieder bei VTP anzuschliessen. Das hängt jetzt von den anderen VTP Mitgliedern ab.

Aber hier noch eine ganz schöne Nachricht: Choeuns Frau, Vannet, ist Schwanger. Sie hatte kämpft schon seit langem um eine Schwangerschaft und war auch grossem Druck der Familie ausgesetzt. Sie hat darunter gelitten, dass es nie geklappt hat und hat viel für ein Kind gebetet. Und mittlerweile ist sie im 4. Monat schwanger. Wir sind alle sehr dankbar dafür.

Entscheidung 2

Yannik und Pu Christoph

Seit wir in Kambodscha zurück sind befassen wir uns mit der grossen Frage wie es nach Kambodscha weiter gehen soll. Mit der Hilfe eines Coaches versuchten wir über 3 Monate herauszufinden, ob wir nach unserer Kambodscha Erfahrung in die Vereinigten Staaten, in die Schweiz, in ein anderes Land? Und was zu tun dort? Wir haben uns nach Arbeitsstellen, Ausbildungsmöglichkeiten etc erkundigt. Unser Coach hilft uns, Tasks zu definieren, damit wir dem Ziel in kleinen Schritten näher kommen.

Aber die Suche nach dem richtigen Ort gestaltete sich sehr schwierig. Aber das Blatt wendete sich, als uns Dominik ganz konkret anfragte, ob wir uns vorstellen könnten hier zu bleiben. Mary und ich haben uns mit dieser Frage ein paar Wochen auseinandergesetzt. Das grösste Gegenargument war, dass es finanziell schwierig wird. Auch im Anbetracht dessen, dass wir bald heiraten wollen. Hingegen wurde uns klar, dass wir bei Web Essentials wirklich am richtigen Ort sind. Ich fühle mich wohl in meinem Job. Im Verkaufsbereich lerne ich ständig dazu, mein Team entwickelt sich prächtig.

Dazu stehen Mary und ich voll und ganz hinter der Mission von Web Essentials.

Schlussendlich haben sich sehr viele Vorteile herauskristallisiert. Mary und ich haben uns für ein weiteres Jahr bei Web Essentials verpflichtet. Wir sind froh, dass wir die Last dieser sehr schwierigen Entscheidung los sind und sind sicher, dass wir eine gute Entscheidung gefällt haben. Hierbei vielen Dank an alle, die uns ermutigt haben, diesen Schritt zu machen und vorwärts zu gehen. Die Unterstützung aus der Schweiz ist nach wie vor riesig gross.

Veränderung

Speziell schwierig hier in Kambodscha ist dass die meisten Leute nur befristet hier sind. Es ist ein grosses kommen und gehen. Und das “Gehen” macht uns besonders Schwierigkeiten. In den letzten Wochen haben uns einige Menschen verlassen, die uns in unserer Zeit in Kambodscha sehr wichtig geworden sind. Speziell schwierig war der Abgang von Daniel, der mit uns 3 Monate bei Web Essentials gearbeitet hat und schnell ein guter Freund geworden ist, ist vor ein paar Wochen nach Hause gegangen. Und Sven, der 8 Monate mit mir zusammen gewohnt hat ist leider auch nach Hause gegangen. Seit her ist es so ruhig am Wochenende bei mir zu hause.

Bis Bald

Draussen regnet es im Moment in Strömen. Der Monsun gibt sein bestes. Es ist Regenzeit. Das heisst, normalerweise lässt es ein Mal pro Tag so richtig runter. Das Resultat sind Strassen, die aussehen wie Flüsse. Glücklicherweise haben unsere Motorräder hier einigermassen hohe Räder. Schwierig wird’s, wenn man von einem Lexus beinahe weg gespült wird. Die produzieren höhere Wellen als ein Personenschiff auf dem Bodensee. Wie auch immer, ich hoffe dass ich mehr Zeit finde um auf meinem Blog zu schreiben. Themen gibt es mehr als genug. Wenn ihr etwas genauer wissen möchtet, lasst es mich doch wissen.

Übrigens: Ich habe nun eine Schweizer Telefonnummer. +41 44 586 10 54. Ihr könnt mich nun zum Lokaltarif anrufen. Ich bin meistens erreichbar wenn bei euch Morgen ist.

Liebe Gruess und Shalom

Christoph

Und auf ins neue Kapitel

Dienstag, Februar 8th, 2011

Beinahe Nahtlos ist es passiert und schon bin ich am neuen Ort. Vor zwei Wochen hatte ich den letzten Tag bei WEC und wurde mit aller Herzlichkeit verabschiedet. Über das habe ich schon ausführlich geschrieben. ich habe mir sage und schreibe einen ganzen Tag frei genommen um dann mein Abenteuer mit Web Essentials zu starten.

Wer ist Web Essentials?

Web Essentials ist eine Webentwicklungs Firma, die sich auf TYPO3 konzentriert. TYPO3 ist eine Open Source Software die zur Entwicklung von Webseiten dient. Open Source bedeutet, dass die Applikation frei erhältlich ist und weiterentwickelt werden darf. Open Source steht für Web Essentials an oberster Stelle. Alle Computer in Web Essentials laufen auf Linux und arbeiten mit Openoffice. Die Windows Maschinen sind Lizensiert. Das ist in Kambodscha ziemlich einzigartig. Das Lizenzwesen ist in Kambodscha noch nicht wirklich geregelt und der Schwarzmarkt boomt. Web Essentials möchte mit einem guten Beispiel voran gehen. Web Essentials ist ein Outsourcing Partner für andere TYPO3 Firmen. Sprich möchte eine Schweizer Webentwicklungs Firma einen Teil ihres TYPO3 Projektes abgeben, so können sie sich mit Web Essentials in Verbindung setzen. Wir bieten für den lokalen Markt auch die Entwicklung von Webseiten an. Web Essentials hat ein eigenes Designer Team und ist somit in der Lage eine persönliche Komplettlösung vom Logo bis zur Webseite anzubieten inklusive dem Hosting und dem Domain Namen.

Wer steckt hinter Web Essentials?

Web Essentials wurde von Dominik und Rebecca Stankovsky aus Riehen vor etwa 9 Monaten auf die Beine gestellt. Sie sind beide als Missionare von Wiwam nach Kambodscha gekommen. Ihr Projekt verfolgt verschiedene Ziele

- Ehrliche Arbeit für Ehrlichen Lohn. Die Mitarbeiter sind nicht überbezahlt. Aber es wird von ihnen gute, ehrliche Arbeit erwartet – Gesundes Arbeitsklima. Die Mitarbeiter haben geregelte Arbeitsstunden und Ferien. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Kambodscha. Die Ausstattung im Büro ist Schweizer Standard.

- Gemeinschaft. Die Mitarbeiter sind ein Teil des Unternehmens und werden auch dementsprechend behandelt und miteinbezogen. Entscheidungen werden gemeinsam gefällt. Dominik versucht so viel Verantwortung wie möglich nach und nach auf seine Mitarbeiter zu übertragen. Kambodschaner sind sich das normalerweise nicht gewöhnt. Er fordert sie heraus aus der Box zu denken. Das wird auch gefördert mit gemeinsamen Mitagessen und Ausflügen.

- Ausbildung. In Webessentials arbeiten mit mir einige andere Ausländer. Wir sind hier um im Betrieb mitzuarbeiten, aber auch um die Mitarbeiter weiterzubringen. Sei das in persönlicher Unterstützung oder mit Training. Web Essentials bietet das Zeitfenster für Ausbildungen.

- Sauberes Business. Im Gegensatz zu den meisten Geschäften in Kambodscha ist Web Essentials registriert und zahlt Steuern. Web Essentials will so eine Vorbildsrolle einnehmen und aufzeigen, dass mit sauberem Geschäft unter anderem auch die Korruption eingedämmt werden kann. Aber es muss gesagt werden, dass das mit unglaublich viel finanziellem und zeitlichem Aufwand verbunden ist. Vor allem weil das Kambodschanische Steuersystem noch gar nicht richtig ausgereift ist.

- Arbeiten mit Christlichen Werten. Es geht nicht darum, dass die Mitarbeiter von Web Essentials bekehrt werden. Viel mehr dass die Art und Weise wie Web Essentials arbeitet und mit ihren Mitarbeiter und Kunden umgeht die Christlichen Werte wiederspiegelt. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit zwei mal Wöchendlich an einem kurzen Bible Study teilzunehmen, aber das ist freiwillig.

Diese Punkte sind nicht ein offizielles Statement von Web Essentials, sondern meine Persönliche Auffassung des ganzen Projektes.

Doch was mache ich dort?

Ich habe schon seit Monaten das Gefühl gehabt, dass ich gerne länger in Kambodscha bleiben würde. Ich fühle mich wohl hier. Sehr sogar. Das einzige was mir hier fehlt sind Doppelbüürli, Racelette, Kino und IHR! Also habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Beschäftigung gemacht. Einfacher gesagt als getan. Es war eine frustrierende Angelegenheit. Nicht wegen dem Angebot, aber weil ich nicht wusste wo ich hingehöre. Mary hat sich in der zwischenzeit entschieden bei Web Essentials einzusteigen um Prozesse zu optimieren. Ich stand noch immer ohne Perspektive da. Im Dezember haben Dominik und Rebecca mich gefragt, ob ich gerne einsteigen würde. Ich war ein wenig unsicher, weil ich wirklich verzweifelt versuche aus der IT auszusteigen. Darauf hin stellte ich die Frage ob ich im Marketing einsteigen könnte. Und sie waren begeistert von dieser Idee. Wir waren alle ein wenig überwältigt dass sie wirklich jemand suchen für Marketing. Gesagt getan, vor 2 Wochen bin ich eingestiegen. Ich bin verantwortlich für die IT Infrastruktur. Ich habe ienen Mitarbeiter, der technisch sehr versiert ist. Mit ihm versuche ich die Infrastruktur zu verbessern und Ratschläge zu geben. Doch die Meiste Zeit verbringe ich im Marketing. Ich habe 2 Mitarbeiter die ich leite. Leak ist schon länger in der Firma und weiss wie es läuft. Im Moment bin ich sehr abhängig von ihr und sie kann mir zeigen wer wo wie und was. Der zweite ist Makara. Er wohnt im selben Haus wie Mary. Er hat gestern angefangen. Meine Aufgabe ist es nun ein Team zu bilden und neue Partner und Kunden zu finden. Diese Aufgaben sind eine riesige Herausforderung für mich. Und ehrlich gesagt bin ich manchmal nicht sicher, ob ich diesen Aufgaben gewachsen bin. Es gibt viel zu tun und ich bin sehr Motiviert Resultate zu erreichen. Im Moment stehe ich vor einem grossen Wald und versuche irgendwie den Durchblick zu erhalten. Obwohl ich nach wie vor als Voluntär Arbeite mit einem kleinen Unterstützungslohn bin ich mir sicher, dass sich der Aufwand lohnt. Einerseits für mich als vorbereitung für die Zeit wenn ich wieder zurück in die Schweiz komme. Und anderseits die Chance hier in einem tollen Projekt mitzuwirken. Ich hoffe bald die ersten Resultate zu sehen. Aber wie gesagt komme ich bald nach Hause um euch Mary vorzustellen. Ich freue mich riesig. Mir wurde schönes Wetter versprochen im April. Schliesslich möchte ich Mary die Schweiz von der Schönsten Seite zu zeigen. Nochmal fest sorry, dass ich den Rückflug verschiebt habe. Es war keine einfache Entscheidung. Und auch finanziell war es höchst Uninteressant. Aber ich denke es ist gut so wie es nun ist. Ganz e Liebe Gruess und Shalom