Schweiz

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Und auf ins neue Kapitel

Dienstag, Februar 8th, 2011

Beinahe Nahtlos ist es passiert und schon bin ich am neuen Ort. Vor zwei Wochen hatte ich den letzten Tag bei WEC und wurde mit aller Herzlichkeit verabschiedet. Über das habe ich schon ausführlich geschrieben. ich habe mir sage und schreibe einen ganzen Tag frei genommen um dann mein Abenteuer mit Web Essentials zu starten.

Wer ist Web Essentials?

Web Essentials ist eine Webentwicklungs Firma, die sich auf TYPO3 konzentriert. TYPO3 ist eine Open Source Software die zur Entwicklung von Webseiten dient. Open Source bedeutet, dass die Applikation frei erhältlich ist und weiterentwickelt werden darf. Open Source steht für Web Essentials an oberster Stelle. Alle Computer in Web Essentials laufen auf Linux und arbeiten mit Openoffice. Die Windows Maschinen sind Lizensiert. Das ist in Kambodscha ziemlich einzigartig. Das Lizenzwesen ist in Kambodscha noch nicht wirklich geregelt und der Schwarzmarkt boomt. Web Essentials möchte mit einem guten Beispiel voran gehen. Web Essentials ist ein Outsourcing Partner für andere TYPO3 Firmen. Sprich möchte eine Schweizer Webentwicklungs Firma einen Teil ihres TYPO3 Projektes abgeben, so können sie sich mit Web Essentials in Verbindung setzen. Wir bieten für den lokalen Markt auch die Entwicklung von Webseiten an. Web Essentials hat ein eigenes Designer Team und ist somit in der Lage eine persönliche Komplettlösung vom Logo bis zur Webseite anzubieten inklusive dem Hosting und dem Domain Namen.

Wer steckt hinter Web Essentials?

Web Essentials wurde von Dominik und Rebecca Stankovsky aus Riehen vor etwa 9 Monaten auf die Beine gestellt. Sie sind beide als Missionare von Wiwam nach Kambodscha gekommen. Ihr Projekt verfolgt verschiedene Ziele

- Ehrliche Arbeit für Ehrlichen Lohn. Die Mitarbeiter sind nicht überbezahlt. Aber es wird von ihnen gute, ehrliche Arbeit erwartet – Gesundes Arbeitsklima. Die Mitarbeiter haben geregelte Arbeitsstunden und Ferien. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Kambodscha. Die Ausstattung im Büro ist Schweizer Standard.

- Gemeinschaft. Die Mitarbeiter sind ein Teil des Unternehmens und werden auch dementsprechend behandelt und miteinbezogen. Entscheidungen werden gemeinsam gefällt. Dominik versucht so viel Verantwortung wie möglich nach und nach auf seine Mitarbeiter zu übertragen. Kambodschaner sind sich das normalerweise nicht gewöhnt. Er fordert sie heraus aus der Box zu denken. Das wird auch gefördert mit gemeinsamen Mitagessen und Ausflügen.

- Ausbildung. In Webessentials arbeiten mit mir einige andere Ausländer. Wir sind hier um im Betrieb mitzuarbeiten, aber auch um die Mitarbeiter weiterzubringen. Sei das in persönlicher Unterstützung oder mit Training. Web Essentials bietet das Zeitfenster für Ausbildungen.

- Sauberes Business. Im Gegensatz zu den meisten Geschäften in Kambodscha ist Web Essentials registriert und zahlt Steuern. Web Essentials will so eine Vorbildsrolle einnehmen und aufzeigen, dass mit sauberem Geschäft unter anderem auch die Korruption eingedämmt werden kann. Aber es muss gesagt werden, dass das mit unglaublich viel finanziellem und zeitlichem Aufwand verbunden ist. Vor allem weil das Kambodschanische Steuersystem noch gar nicht richtig ausgereift ist.

- Arbeiten mit Christlichen Werten. Es geht nicht darum, dass die Mitarbeiter von Web Essentials bekehrt werden. Viel mehr dass die Art und Weise wie Web Essentials arbeitet und mit ihren Mitarbeiter und Kunden umgeht die Christlichen Werte wiederspiegelt. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit zwei mal Wöchendlich an einem kurzen Bible Study teilzunehmen, aber das ist freiwillig.

Diese Punkte sind nicht ein offizielles Statement von Web Essentials, sondern meine Persönliche Auffassung des ganzen Projektes.

Doch was mache ich dort?

Ich habe schon seit Monaten das Gefühl gehabt, dass ich gerne länger in Kambodscha bleiben würde. Ich fühle mich wohl hier. Sehr sogar. Das einzige was mir hier fehlt sind Doppelbüürli, Racelette, Kino und IHR! Also habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Beschäftigung gemacht. Einfacher gesagt als getan. Es war eine frustrierende Angelegenheit. Nicht wegen dem Angebot, aber weil ich nicht wusste wo ich hingehöre. Mary hat sich in der zwischenzeit entschieden bei Web Essentials einzusteigen um Prozesse zu optimieren. Ich stand noch immer ohne Perspektive da. Im Dezember haben Dominik und Rebecca mich gefragt, ob ich gerne einsteigen würde. Ich war ein wenig unsicher, weil ich wirklich verzweifelt versuche aus der IT auszusteigen. Darauf hin stellte ich die Frage ob ich im Marketing einsteigen könnte. Und sie waren begeistert von dieser Idee. Wir waren alle ein wenig überwältigt dass sie wirklich jemand suchen für Marketing. Gesagt getan, vor 2 Wochen bin ich eingestiegen. Ich bin verantwortlich für die IT Infrastruktur. Ich habe ienen Mitarbeiter, der technisch sehr versiert ist. Mit ihm versuche ich die Infrastruktur zu verbessern und Ratschläge zu geben. Doch die Meiste Zeit verbringe ich im Marketing. Ich habe 2 Mitarbeiter die ich leite. Leak ist schon länger in der Firma und weiss wie es läuft. Im Moment bin ich sehr abhängig von ihr und sie kann mir zeigen wer wo wie und was. Der zweite ist Makara. Er wohnt im selben Haus wie Mary. Er hat gestern angefangen. Meine Aufgabe ist es nun ein Team zu bilden und neue Partner und Kunden zu finden. Diese Aufgaben sind eine riesige Herausforderung für mich. Und ehrlich gesagt bin ich manchmal nicht sicher, ob ich diesen Aufgaben gewachsen bin. Es gibt viel zu tun und ich bin sehr Motiviert Resultate zu erreichen. Im Moment stehe ich vor einem grossen Wald und versuche irgendwie den Durchblick zu erhalten. Obwohl ich nach wie vor als Voluntär Arbeite mit einem kleinen Unterstützungslohn bin ich mir sicher, dass sich der Aufwand lohnt. Einerseits für mich als vorbereitung für die Zeit wenn ich wieder zurück in die Schweiz komme. Und anderseits die Chance hier in einem tollen Projekt mitzuwirken. Ich hoffe bald die ersten Resultate zu sehen. Aber wie gesagt komme ich bald nach Hause um euch Mary vorzustellen. Ich freue mich riesig. Mir wurde schönes Wetter versprochen im April. Schliesslich möchte ich Mary die Schweiz von der Schönsten Seite zu zeigen. Nochmal fest sorry, dass ich den Rückflug verschiebt habe. Es war keine einfache Entscheidung. Und auch finanziell war es höchst Uninteressant. Aber ich denke es ist gut so wie es nun ist. Ganz e Liebe Gruess und Shalom

Wow! und Back home

Freitag, August 13th, 2010

Rumpeldi bumm und donnerchlapf seit doch de Riis Grochsi bim Chasperli. Jäwoll do bini widr. Bi zrugg. Und das nid ganz ohni Action. Also zerscht hani in Züri e Schwizer Missionarsfamilie vo Phnom Penh aatroffe, wo uffe Glych Flug gange isch. Das isch e riise Zuefall gsi. Vo de 2 Freie Plätz im Flugzüg isch de einti grad näbe mir gsi. Sehr agnäm. Das heisst zwüscheduure hani sogar chönne liige, das isch mer bis jetzt au no nie passiert.
An de Gränze händ si mi Koffer welle aaluege. sehr unagnäm, will mi Gepäck isch gfüllt gsi mit 2 Notebooks, 2 Netbooks und öppe 5 Kilo PC Material. Hehe, är hett also moll die erschte 2 Boxene usezoge und hett gfunde, das sig neu, das muessi verzelle. Ych ha denn also mi beschts Khmer füregholt (und das isch kei sälbstverständlichkeit nach 2 Wuche kei Khmer) und hanem erklärt, dass das Material zum Unterrichte und nid zum verkaufe isch. Är hett mi denn ins Rümli bstellt und hett mi gfroggt wievill denn die sache kostet händ. Es hetten nur interessiert was är in de Hand gha hett. De Ganz Koffer wär jo voll gsi ;) hanem denn erklärt, dassi das nid weiss, das sige Gschänk vo Fründe zum do in Kambodscha z’Unterstütze. Eigendlich hani dänggt, dasser jetzt denn sich e Betrag ussdänggt woni muess zahle, aber dem war nicht so. Nachdäm ich ihm none Accesspoint zeigt ha wo völlig verkratzt gsi isch zum em zeige “lueg das Zügs isch nid neu, ich will das do nid verkaufe” hetter mi lo springe. Sini Mitarbeiterin hett mir sogar no gholfe iipacke. Ha gmeint ich trau mine auge nid. Aber das isch moll e suubere Iistand gsi und mi Khmer hani super unter Bewiis chönne stelle ;)
Bim Aacho hani denn moll e suubere Kultur Shock gha. Es isch komisch gsi, will irgendwie isch alles so fremd do, aber ych ha jo alles scho kennt. Ha denn 2 Täg bruucht zum realisiere, dassi doch gar nid so lang wäg gsi bi. Aber jetzt bini widr voll do.
Mit ROOT IT isch voll action aagseit. S’Business lauft guet. Si verkaufe im Momänt rächt vill (verhältnismässig), d’Uniforme wo si kriegt händ gsend immerno super uss. S’schönschte isch, dass si die Sache woni ihne biibrocht ha wirklich am umsetze sind. Jede Kund hett e Ordner mit allne Informatione über d’IT Infrastruktur dörte.
Am Mäntig gangi uff Siem Riep uffe zum däm andere WEC Projäkt go hälfe s’Büro zügle. Spiil mit de Kinder ligge leider nid dinne, will durch de villi Räge isch alles sehr sumpfig dört. Do sind d’Temperature übrigens de Hit. Immer so knapp unter 30 Grad und zoobe schön unter 25. So losst sichs wunderbar läbe.

Hey ich ha die 2 Wuche in de Schwiz mega gnosse. Ich bi überwältigt gsi vo däm riisige Interässe wo mir entgege brocht worde isch. Ich hätt das nie molls in däm Ussmass erwartet. Ha mi über jedi Begegnig, jedes zmorge, zmittag oder znacht gfreut. Mir sind die 2 Wuche extrem lang iinecho, aber das isch positiv gmeint.
Au dass so vill lütt nomoll ans Abschlussfestli cho sind. Es isch de Hammer zwüsse, dass so vill Lütt hinter mir stönd. Das gitt mir sehr Muet in Zyte woni do am zwyyfle bi.

PS: Falls sich öpper Beruefe fühlt, S’Personal Büro suecht nach emne Velominister. Es handlet sich do ume Festaastellig vo mindestens 5 Mönet. S’Budget liggt bi CHF 30.- Pro Monet. Bi Interässe mäld di doch bi minere Finanzverwalterin oder wunderbare Schwösterli: olivia@chrisincambodja.ch

E wunderschöns Bruttpaar