Root IT

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Ä Momäntuffnahm

Donnerstag, September 2nd, 2010

Donnstig Nomidaag, ych sitz grad im Büro vo dr ROOT IT und nimm mer e bitz zyt zum e Blogiitrag schriibe. Es isch druggend heiss hütte. Ych ha s’Gfühl d’Temperature chömme nid an die vom April aane, aber d’Luftfüechtigkeit isch massiv höcher. Und das macht s’Läbe in Kambodscha e chli schwiirig zur Zyt.

Interessanterwiis kämpf ych bi dene Temperature grad gege e Verkältig. Aber das kriegi scho widr in Griff.

Mit ROOT IT laufts im Momänt grad sehr guet. Es isch spannend dene Zahle zuezluege. Sitt e paar Mönet versueche mer uns stärker uffe Verkauf z’Konzentriere. Denn e neus laufends Grät isch füre Chund vill zfriidestellender als e alti Mühli wo jede Monet e neus Problem hett. Tatsächlich gönd in de letschte 2 Mönet d’Verkaufszahle rasant uffe. Und das motiviert de Choeun und si Staff natürlich sehr. Au für mi isch es toll das zgse. Jetzt goots e chli drumm, dä Zuestand biizbhalte, e gwüssi Stabylität inezbringe und au zluege, dass die Beträg wo jetzt inechömme nid grad ussgä wärde. Mir rede do immerno vo Gwünnbeträg in chlinere vierstellige Summene pro Monet.

Und denn chömme Sache zum Vorschiin wo für uns so sälbstverständlich sind. S’Gäld wird in ere abschliessbare Schublade uffbewahrt. Do stönd unsereins d’Hoor im Nacke. Jetzt hani de Choeun dezue überreded die Beträg uffd Bank zbringe. S’Konto hetter nämmlig scho. D’Khmer händ allgemein e gwüssi Skepsis gegenüber Banke. Das liggt in dr Gschicht vom Land. Im Bürgerkrieg ändi 70er Johre sind jeglichi Banke zerstört worde und vill Lütt händ so ihres ganze Gäld verlore. Dä Schock sitzt immerno tief. Obwohls do in Kambodscha mittlerwiile e Huffe Banke hett. Vor e paar Joor hetts no 8 ATM Maschine in dr ganze Stadt gä. Mittlerwiile sind si fascht so flächedeckend verteilt wie bi uns. Zumindest in dr Innestadt.

In diesem Moment...

E Khmer hett gärn das bi sich woner bsitzt. Villi Lütt kaufe mit em Gäld wo si händ Schmuck. Schmuck als Investition. Drumm isch es nid sälte, dass me Kinder gset wo e tüürs Ketteli oder Armbändeli aahänd. Das cha denn schnäll moll s’ganze Familieersparti syy. Ych muess sage, dass ych mi bi dere Ussag jetzt e chli uff das verloss wo mir verzellt wird. Bi mer nid ganz sicher öb das 100% so stimmt. Aber es isch scho interessant. Es gitt e huffe Wäggselstuubene am Strosserand oder am Märt. Die chlyyne Glasvitrine sind jewyyls mit Gäldbündel gfüllt. Jede gset wievill Gäld dä Gäldwäggsler zur Verfüegig hett. Schiinbar isch das sehr wichtig.

Zrugg zur ROOT IT, de Bestand vo de Lehrling isch massiv gschrumpft. Vo de afänglich 4 Lehrling isch eine übrigbliibe. Das isch e relativ ernüechterndi Bilanz. Schuld dra isch nid d’Lehr ansich, sondern de Krampf vo emne Khmer sich z’binde. Denn spiile au no ganz vill Familiäri Iiflüss e Rolle. Ich chönnt mer no vorstelle, dass es e Familie komisch findet, wenn ihre Sohn in e Firma goot aber nütt debii verdient. Me kennts nid. Und andersitts isch do die so fixi Idee, dass d’Uni s’einzige Non-Plus-Ultra isch. Debii isch de Lerneffekt in dr Uni wirklich minimal. Will si verfüege über kei Labor. Keini PC’s zum ussprobiere, keini Server zum Uffsetze, nütt. Alles trocheni Theorie. Do in dr ROOT IT händ d’Lehrling d’Chance z’lehre wie mes wirklich macht. Und das isch das wo mir persönlich am ganze Projäkt so gfallt. Dä einti Lehrling wo übrig bliibe isch isch Füür und Flamme. Das isch schön z’gse. Är macht au entsprächend fortschritt. Me cha das widerumm au nid mit unserne Verhältnis verglyyche, do de Lütt in de Schuel scho e huffe Grundsätzlich wie Lernmetodig oder Gedanggeentwicklig gar nid biibrocht wird. Aber au dä Lehrling hett sini Chrämpf mit dr Ussbildig, willer au devo träumt ane Uni zgo.

Mit dere fählende Grundbildig hani au Problem im Änglischunterricht. E Khmer isch sehr druff trainiert nochezmache. Sprich, si mache guet Fortschritt, aber nur genau in däm wo ych ihne gseit ha. Die Sätz übernähme si 1:1. Sobalds derüber usegoot grote si ins Schwanke. Nur drei vo mine 7 Schüeler gönd so wytt, dass si uss dene Wörter wo si händ eigeni Sätz bilde.

Einisch hani mit ene welle e Montagsmaler mache. Ganz basic, eine zeichnet de Begriff und die andere rote. Die erscht Schwiirigkeit isch gsi, dass si mini Begriff woni uffgschribe ha nid verstande händ. Chönnt an minere Handschrift liige, aber nid nur. Und s’zweite isch gsi, dass nid chönne zeichne. Also ych persönlich gse mi jo als Picasso (sprich wenn ych öppis uffs Papier bring weiss me nid was es sött sy oder nur mit e huffe Fantasie…) aber schlussändlich wenni es Auto söll skiziere gset me dass es e Auto sött sy. Und Ihne fählt das. Si händs nie glehrt. Si händ keini Farbstift oder Ölkriide ind Hand druggt kriegt wo si klei gsi sind. Vo däm här muessi mer jetzt e chli e anderi Version vo däm Spiil überlege.

Hütt isch de Martin vo dr Schwiz zrugg cho nach 3 Mönet. Das freut mi natürlich sehr.

Ych hoff dass ich jetzt mini Gsundheit widr ganz in Griff krieg und dass es widr e bitzli chüeler wird.

Daily Life, oder sgitt halt zdue…

Sonntag, Februar 21st, 2010

Also guet, chömme mer moll zum ärnschte Teil vo min Uffenthalt do in Phnom Penh. Schliesslich sind das do jo nid nur Ferie woni mach. Nai ehrlichgseit bini sehr froh, dass langsam aber sicher e gfestigte Tagesablauf iikehrt. Alls wie meh chunnts.
D’Hauptsach vo minere Arbet isch d’Unterstützig vom Chouen und dr Root IT. Ich verbring öppe e halbe Tag pro Wuche in dr Root IT. Im Momänt bini demit beschäftigt zuezluege, zbeobachte, mängisch gangi mit zu emne Kund zum luege, wie si ihre Job mache, wär ihri Kunde sind, wie si vor gönd, wie si sich verhalte, etc. Debii versuechi usezfinde, was si chönne mache, um effiziänter und marktfähiger zwärde.
De Chouen isch öppe glyych alt wie ych, verhürotet und leitet die Root IT. De Chouen het sini Ussbildig im WEC VTP gmacht. VTP stoot für Vocational Training Program und isch e Schuel gsi wo d’WEC betriibe hett. D’Schüeler sind in IT, Metallbau oder Schniiderei ussbildet worde. Das VTP gitts in dere Form nümm. Me hett sich vor 2 Joor entschiide, dass praktischi Arbet meh Sinn macht. So isch er Informatik Firma (Root IT), e Schmiidi (Ironworks), e Schniiderei (Glory) und mittlerwiile none Restaurant entstande. Alli Die betriib sind gleitet vo ehemalige Schüeler vom VTP.
De hett 3 Techniker und 5 Lehrling. Das isch natürlich e bitz suboptimal, aber immerhin wüsse sich die Lehrling au sälber zbeschäftige und sind sehr Motiviert. E Teil vo minere Uffgob isch es, dene Lehrling öppis z’zeige. Aber das gstaltet sich sehr schwer, will ich mit mine Sprochkenntnis no in de Kinderschueh steck. Aber mit händ und Füess goot das scho irgendwie.
Ironworks und d’Schnyyderei händ au no jewyyls Lehrling. Und die sötte alli Änglisch lehre. Jep und do chumm ych widr ins spiil. Ab nöggschtem Dsischtig bi ich Änglisch Lehrer. Uff Khmer heisst das „Knjom tschiia kru, knjom bang rien phia-sa anglé“ (Ich bi Lehrer, Ich unterricht d’Sproch Änglisch). Bi wahnsinnig stolz, dass ich das scho fascht ohni nocheluege cha. Es isch interessant. Wo ich entschiide ha, dass ich ins Ussland will, hani gseit, ich will unterrichte. Do druss isch aber planmässig nütt worde. Und jetzt bini uff eimoll doch Änglisch Lehrer. Ich freu mi uff das, au wenns e riise Herussforderig wird.
Also zrugg zu mim Daily Life. Uffsto, Zmorge, Änglisch Unterricht vorbereite, halb 9i änglisch für 1 ½ Stund (Dsischtig und Frittig). Denn Töff starte Richtig WEC Office durchs Gwüehl vo dr Phnom Penh Verkehrsanarchie öppe e halb stund. Halb 11i Khmer Lessons, Braincrash, Zmittag, denn widr e Halbstund Verkehrsanarchie bis zum Root IT office (übrigens „Karialai“ uff Khmer, e wunderschöns Wort) und denn bini am Nomidag dört. Zoobe das widerhole woni im Khmer glehrt ha und evt Änglisch vorbereite.
Jo so gsets uss ab nöchster Wuche. E huffe zdue, aber es gfallt mer. Zu mine Khmer Stunde schriibi e anders moll widr, und wie das mit dene änglisch Lessons uusechunnt wirdi euch natürlich au no verzelle.
Schwösterli, alles gueti zum Geburtstag. Bisch die bescht Schwöster woni mer nur cha vorstelle!
Gniessed d’Fasnacht… Ich wird si vermisse.