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Trip nach Laos, Teil 2

Sonntag, Oktober 16th, 2011

Hier noch ein kleiner Nachruf zu unserem Ausflug nach Laos. Mary hat das meiste wunderbar beschrieben, aber ich möchte auch noch ein Paar sätze dazu schreiben.

Der Anlass für unsere Reise war Bjum Ben. Das ist ein Kambodschanisch – Buddhistischer Feiertag. Die Kambodschaner müssen in dieser Zeit in die Pagodas gehen um für ihre Vorfahren zu Opfern. Als Höhepunkt dieser 15 Tägigen Zeit wird das ganze Land “geschlossen”, sprich, ganz Phnom Penh verlässt die Stadt und geht Verwandte aufs Land besuchen.

Des weiteren wurden dieses Jahr alle Firmen dazu aufgefordert ihren Mitarbeitern zusätzlich frei zu geben, damit jeder in seine Heimatsstadt gehen kann um sich für Wahlen zu registrieren. Man hat uns das sage und schreibe eine Woche im Vorraus gesagt. Irgendwie hat mich das an die Weihnachtsgeschichte erinnert.

Die Freitage kamen uns aber gerade gelegen. Seit wir zurück sind von unserer Zeit und der Schweiz und den Staaten verbringen wir viele Zeit im Büro. Da kam uns eine Pause gerade gelegen. Der Bus nach Pakse im Süden von Laos, in der Nähe von der Kambodschanischen Grenze, braucht etwa 10 Stunden Fahrzeit und 6 Stunden Wartezeit und kostet ca 30$ für diese 600km. Um 6 Uhr morgens ging es los, etwa um 7 Gegen Abend sind wir an der Grenze angekommen. Wir haben eine beleuchtete Barriere im Mitten des Nichts angetroffen. Pässe wurden eingesammelt um die Visa zu organisieren. Ein Visa kostet so um die 35$. Ausser für Kambodschaner, Vietnamesen und… für die Schweizer war der Eintritt “gratis”. Keine Ahnung warum, aber ich glaube meine Schadenfreude hat sich kaum in Grenzen gehalten ;) Hat die Schweiz spezielle Beziehungen zu Laos? Muss ich mal überprüfen. Gratis war es dann am schluss aber doch nicht. 2$ für den Stempel auf Kambodschanischer Seite, 2$ für den Stempel auf Laotischer Seite, 2$ für den “service”. Standartkosten. Schon fast legalisiertes Schmiergeld.

Den Rest hat euch Mary eigentlich schon erzählt. Laos ist sogar günstiger als Kambdscha. Somit konnten wir eine wunderschöne Woche verbringen ohne unser Budget zu überstrapazieren. Laos ist sehr empfehlenswert für abenteuerlustige Reisende. Lässt sich wunderbar mit einer Reise nach Kambodscha verbinden =)

Übrigens, meine Mutter kommt in 10 Tagen zu mir. Ich freue mich oberriesig.

E mega tolle Bsuech und villi Erkenntnis.

Freitag, April 9th, 2010

Wirklich super, Donstig isch mini cousine Silja und ihre Fründ de Mischa in Phnom Penh aacho. Si mache e chlini Asiereis und händ welle cho luege was ich do so triib. Fantastisch. Mir händ 3 tolli Däg in Phnom Penh verbrocht, händ vill gse, probiert und gredet. Druff abe sind mer mit em Bus uff Siem Riep gfahre zum Ankor Wat go bsueche. Das goot öppe 6 Stund mit em Bus. Aber bevor mer uff Ankor sind, sind mer es Kinderheim go bsueche. D’Silja und de Mischa händ 7 Notebooks uss dr Schwiz mitbrocht zum das Kinderheim z’unterstütze. Es isch wahnsinnig iidrücklich gsi mit wellere Freud mir vo dere Kinderschar empfange worde sind und mit wellem Interässe die Notebooks inspiziert worde sind. E riise Tat vo dene zweine, e ganz e tolli Erfahrig isch das gsi.

Unsere Empfang im Kinderheim

Ich bi glücklich, dass ich das ha dörfe miterläbe. Und denno hett sganze au villi Gedanke mit sich brocht. Die Kinder in däm Kinderheim händ ihri Eltere vorwiegend durch HIV oder Mine-Detonatione verlore. Die Kinder sind glücklich und uffgstellt gsi, aber denno sind si alli Traumatisier. I ha denn afo überlege was si ächt alli füre Gschicht händ. D’Vergangeheit vo dene Kinder wird sehr schwiirig sy. Aber widerrum isch es denn eifach schön gsi zgse, dass si en emne Platz aacho sind, wo sich lütt um si kümmere. Wo si änglisch, japanisch und Computer lehre. Denn das isch genau das wo si für ihri Zuekunft bruuche.
Am Tag druff sind mir uff Ankor gange. Ankor Wat isch s’Wahrzeiche vo Kambodscha, es Wältkulturerbe, e richtigi Tämpelstadt. Was mir dört erläbt händ isch schwiirig zum beschriibe, drumm verlink ich euch am beschte zu de Bilder, damit dr e Iidruck krieged.
Siem Riep isch die Stadt wo diräkt an Ankor aaschliesst. Dört sind alli Hotel, Märt, Tuktuks etc. Siem riep isch sehr Touristisch. Aber genau an dene Touristische Orte isch klar worde, wie arm dra d’Lütt in däm Land zum Teil sind. Es hett villi Bättler gha. Nid nur in Siem Riep. Au in Phnom Penh in de Touristische viertel oder an de Busstatione uff em Land usse chömme sy. Si sind entstellt, es fähle Körperteil, si schleppe chliini Kinder aa, etc. Es stellt sich denn immer d’Frog… Was vo däm ganze isch gstellt und was nid. Fakt isch dass me de Kinder nütt sött gä. Au nid öppis abkaufe. Will d’Kinder miend das Gäld diräkt de Eltere abdrugge. Und Grundsätzlich sött s’Kind ind schuel. Aber solang s’Kind Gäld heibringt gsend d’Eltere kei Grund zum ihri Kinder ind Schuel schigge.

Sunneuffgang hinterem Ankor Wat

Das isch unter anderem e Projäkt wo eine vo unsere Mitarbeiter dra isch. Är goot zu de Abfall deponie und redet mit de Familiene vo de Abfallsammelkinder. De Eltere gitt är das Gäld wo s’Kind öppe vom Abfall heibringe würd (Das sind mikrigi beträg) und defür schigge d’Eltere die Kinder ind schuel. Find ich persönlich e riise Sach.
Wenni so mit em Bus denn vo Siem Riep uff Phnom Penh fahr wird mir klar wie strub d’Umständ in däm Land sind. De grösst Teil vo de Bevölkerig läbt nid in Städt, sondern an Dörfli in de Provinz. Die Törfli händ zum Teil nid moll strom. Si läbe in Holzhüttene als ganzi Familie in eim Ruum. Si sind sälbsternährer und das wo si durch de Riis-aabau verdiene bewegt sich im 2 stellige Dollar Betrag… Pro Joor… Solang d’Lütt gsundheitlich guet binenander sind funktioniert das guet. Jedoch sobald nur sgringschte passiert, sprich sich öpper de Arm bricht, e Unfall macht oder s’Töffli kaputt goot, denn wird’s schwiirig. Versicherige gitts chuum oder sind nid bezahlbar für die Lütt und d’Spitäler nämme nur lütt uff wo finanzielli Mittel chönne uffwiise.
Villi Familie schigge ihri Söhn oder Vätere uff Phnom Penh damit si dört als Moto Fahrer chönne Gäld verdiene. Defür schaffe d’Fraue und d’Kinder uff de Fälder. De Verdienst wo d’Männer heibringe isch kläglich. Ihri Motos wo si demit fahre chömme chuum vorwärts, will si d’Reperatur nid chönne zahle. Do letschti hani e Motodriver gha, däm isch 3 moll d’Ketti uusegheit uff unserer Fahrt. I hanen denn zu ere Wärkstatt gschiggt und hanem bitz Gäld gä damit ers cha repariere. Ich hoff jetzt halt är isch schlau gnueg gsi zum das au wirklich mache.
Oje scho widr so vill Text. Sorry. Mir wird eifach alls wie meh bewusst, dass ich do zwar in Asie bi, aber wirklich in emne Land gläge bi, wo sichs in dr Stadt zwar rächt guet läbe lost, aber de Standard uff em unterste Niveau isch. Verglychbar mit gwüsse Afrikanische Länder wo für ihri Armuet bekannt sind. Ich ha das nid so richtig realisiert die erschte paar Wuche. Aber je länger dassi do bi, desto meh wird mer das klar. Ich sälber bi froh, dass ich mi Teil in däm Joor darf biitrage und e chlini Chance immerhin für e paar Lütt darf zur Verfiegig stelle. S’schöne isch, dass denn die Lütt mit ihrem Wüsse widr e Chance für öpper anders dörfe Sy.
Und schlussändlich muess eifach einisch meh gseit wärde, dass das Unterfange ohni euri Unterstützig nid möglich wär. Ich bi mir sicher, dass dir mit eurer Unterstützig am genau richtige Ort investiered.

D’Fötteli vo unsere Erläbnis findsch in dr Galerie