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Social Business bildet internet-Programmierer in Kambodscha aus – Thaizeit – www.thaizeit.de

Montag, Oktober 10th, 2011

Social Business bildet internet-Programmierer in Kambodscha aus – Thaizeit – www.thaizeit.de.

„DIE FIRMA IST MEIN ZWEITES ZUHAUSE“, SAGT PHALLA LAY. DOCH DAMIT MEINT ER NICHT, DASS ER PERMANENT ARBEITET. ER MEINT ES POSITIV. DER 24-JÄHRIGE PROGRAMMIERER UND ENTWICKLER KOMMT AM WOCHENENDE INS BÜRO, UM SEINE KOLLEGEN ZU TREFFEN, DIE GLEICHZEITIG SEINE FREUNDE SIND. SIE SPIELEN BILLARD ODER KARTEN ZUSAMMEN, SURFEN IM INTERNET UND TAUSCHEN SICH ÜBER DIE NEUESTEN TECHNOLOGIEN AUS.

Von: Katja Dombrowski

Lay arbeitet bei der Webagentur Web Essentials in Phnom Penh. Indem sie ihren Mitarbeitern eine zweite Heimat bieten, haben die Schweizer Firmenbesitzer Rebecca und Dominik Stankowski bereits eins ihrer wichtigsten Ziele erreicht: Es soll in dem Unternehmen, das Internetseiten vor allem für deutsche und schweizerische Kunden erstellt, nicht nur um Arbeit und Profit gehen, ums „Business“. Sondern auch um das Miteinander, das Soziale, letztlich um die Gesellschaft. Web Essentials ist ein so genanntes Social Business.

Konkret heißt das zum Beispiel, dass das aus Basel stammende Unternehmerpaar zehn Prozent seines Gewinns an Nichtregierungsorganisationen spendet, dass der Profit zurück in die Firma fließt, dass die Mitarbeiter fair bezahlt und permanent weitergebildet werden, dass langfristige Partnerschaften entstehen und dass Verantwortung an die Mitarbeiter übergeht. „Unsere Idee ist es, uns selbst irgendwann überflüssig zu machen“, sagt Rebecca Stankowski mit einem Lächeln. „Wenn alle Positionen von Kambodschanern besetzt sind, gehen wir zurück in die Schweiz“.

Doch das ist Zukunftsmusik. Die nächsten Jahre wollen Stankowskis, die im Januar 2008 über Jobs bei Nichtregierungsorganisationen nach Kambodscha kamen und inzwischen einen zweijährigen Sohn haben, auf jeden Fall im Land bleiben. Web Essentials existiert seit April 2010 und befindet sich noch in der Aufbauphase. Zurzeit hat die Firma 44 Mitarbeiter, darunter sind außer den Firmeninhabern noch drei Expats. „Wir haben zum Beispiel einen Schweizer Sales- und Marketing-Manager eingestellt, weil wir keinen geeigneten Kambodschaner für die Position gefunden haben“, erklärt Rebecca Stankowski. Andere Ausländer kommen für einige Monate zu Web Essentials, um Trainings in TYPO3 zu geben, der Open-Source-Software, mit der die Internetseiten programmiert werden.

DER TRAUM VON DER EIGENEN FIRMA

„Mein Traum ist eine eigene Firma“, sagt Dimanche Eat, der die ausländischen Aufträge von Web Essentials koordiniert und mit Teams von zwei bis fünf Programmierern realisiert. „Aber das ist vielleicht in zehn Jahren möglich. Ich muss noch viel lernen“, weiß der 21-jährige Kambodschaner. Was er an seinem Arbeitgeber besonders schätzt: „Man bekommt hier die Chance, seine eigenen Ideen einzubringen und die Dinge selbst zu machen.“ So könne er sich immer weiter entwickeln. „Mein nächstes Ziel ist Projektmanager.“

Ausbildung und Förderung spielen bei Web Essentials eine große Rolle: Die meisten Programmierer haben den Umgang mit TYPO3 erst in der Agentur gelernt, in einem selbst entwickelten vierwöchigen Ausbildungsprogramm. Davon profitieren auch die derzeit sieben Praktikanten – IT-Studenten am Ende des Studiums, die sich nach ihrem Abschluss Hoffnung auf eine Anstellung in der Webagentur machen können. Darüber hinaus gibt es wöchentliche Trainingseinheiten zur Weiterbildung der Mitarbeiter.  „Die Ausbildung hier an den Universitäten ist weit entfernt von dem, was der Markt braucht“, sagt Rebecca Stankowski. Web Essentials verstehe sich so gesehen nicht nur als Unternehmen, sondern auch als Ausbildungsstätte, die Infrastruktur biete, Erfahrungen ermögliche und neue Techniken einführe.

So haben ihre Mitarbeiter TYPO3, das weltweit am meisten verwendete Content Management System (CMS), ins Khmer übersetzt, wodurch wesentlich mehr Menschen vor Ort die Verwendung ermöglicht beziehungsweise vereinfacht werde. Einmal im Monat stellt die Agentur ihre Räumlichkeiten für ein TYPO3-User-Group-Treffen zur Verfügung, bei dem sich 50 bis 60 TYPO3-Programmierer und solche, die es werden wollen, austauschen. „Unser Ziel ist es, auch einen Unterschied im Land zu machen“, fasst die Chefin zusammen.

“UNSERE LEUTE KÖNNEN MIT PROGRAMMIERERN IN DEUTSCHLAND UND DER SCHWEIZ MITHALTEN”

Etwa ein Drittel seiner Kunden rekrutiert das junge Unternehmen in Kambodscha. Dort erstellt es Webseiten für Firmen und Nichtregierungsorganisationen, vom Design der Seite über die technische Realisierung bis zum Training der Kunden in TYPO3, um die Seite selbst zu pflegen. Die Mehrheit der Auftraggeber sitzt jedoch in Deutschland und der Schweiz: Webagenturen, die ihre Programmierarbeit in das südostasiatische Entwicklungsland outsourcen. Das sei zum einen kostengünstig und Engpässe etwa in Ferienzeiten im europäischen Sommer oder bei guter Auftragslage könnten so überbrückt werden, erklärt Rebecca Stankowski. Zum anderen schätzten die Kunden die Expertise der TYPO3-Fachleute von Web Essentials: „Unsere Leute können durchaus mit Programmierern in Deutschland und der Schweiz mithalten.“ Zwei der kambodschanischen Mitarbeiter hätten kürzlich in der Schweiz ihr TYPO3-Zertifikat erhalten.

Open-Source-Programme wie TYPO3, die auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux basieren und kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können, sind in Entwicklungsländern besonders vorteilhaft. Ist die Hardware erst vorhanden, treten keine weiteren Kosten auf. Kambodschas Regierung will mittelfristig vollständig auf Open-Source-Software umstellen. Wichtige Software wie ein Betriebssystem, ein Internetbrowser, ein E-Mail-Pogramm und ein Office-Paket mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation etc. liegen bereits auf Khmer vor.

Die IT-Branche Kambodschas steckt etwa im Vergleich zum großen Nachbarn Thailand noch in den Kinderschuhen. „Zurzeit geht es für lokale Firmen noch um die Frage: Warum brauche ich überhaupt eine Webseite, und nicht darum, wie sie aussehen soll“, erklärt Rebecca Stankowski. Doch sie ist sicher, dass der Markt sich entwickeln und die Nachfrage stetig steigen werde. Web Essentials mit ihren TYPO3-Experten sind dann schon da – oder besser gesagt immer noch. Unter schweizerischer oder kambodschanische Leitung. Im Besitz der Stankowskis oder derzeitiger Angestellter. Die Einzelheiten sind noch vollkommen unklar. Doch dass es weitergeht für die „soziale“ Webagentur, steht für ihre Gründer fest.

Newsletter No. 8

Montag, September 12th, 2011

Hoi Zämme

Es ist wieder einmal Zeit um etwas zu erzählen. Mir ist bewusst, dass meine Schreibaktivitäten auf meinem Blog ein wenig zurück gegangen sind. Ich gebe mir die grösste Mühe, dass sich das wieder ändert. Es ist viel los. Viel Arbeit, viele Veränderungen, viele Entscheidungen. Gehen wir doch am besten mal detailliert darauf ein.

Entscheidung 1

Häppi

Vermutlich ist es ja gar keine Neuigkeit mehr. Aber dennoch ist es der ultimative Höhepunkt der letzen 4 Monaten. Mary und ich haben uns verlobt am 5. August um etwa 00:05 Kambodschanische Zeit. Sie hat tatsächlich Ja gesagt. Wie cool ist denn das? Ich fühle mich ein wenig verwöhnt, dass meine Zeit und Arbeit hier in Kambodscha mit einer derart wundervollen Frau belohnt wird. Wir fühlen uns Wohl, auch nach diesem Entscheid. Wir spüren, dass es richtig ist und fühlen uns reich beschenkt miteinander. Ich hätte mir nie vorgestellt, dass ich auf Kambodscha reisen muss um die Frau kennen zu lernen mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Ganz zu geschweige denn, dass diese Frau ebenfalls um den halben Globus reisen muss um mich kennenzulernen.

Wir hatten eine ganz tolle Verlobungsparty in meinem Haus mit fast allen Leuten die uns wichtig sind. Aber ja… Ihr habt alle wirklich gefehlt.

Und jetzt natürlich die Frage wann und wo? Wir wissen es noch nicht. Aber wir werden es euch wissen lassen, sobald wir mehr wissen. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, auf die ich noch genauer eingehen werde.

Choeun und Bunny

Und jetzt ein ganz krasser Themenwechsel. Sorry, aber ich möchte chronologisch vorgehen.

Obwohl ich nicht mehr mit ROOT IT zusammenarbeite, kommt Choeun oder Martin immer wieder auf mich zu und fragt mich um Rat. Und vor allem kümmere ich mich persönlich regelmässig um Bunny, den Lehrling. Bunny und ich verbringen so oft wie möglich Samstage zusammen. Wir kochen miteinander, oder ich versuche ihn zu einem Erlebnis zu motivieren. Bunny ist für seine 20 Jahre relativ depressiv. Er bevorzugt es seine Zeit in seinem Zimmer zu verbringen. Er mietet ein Zimmer für 30$ im Monat. Das ist sein monatliches Einkommen. Er teilt den Raum mit seinem Bruder. Der Bruder verdient 40$. Das muss für Essen, Schulunterlagen und den ganzen Rest reichen. Und das ist zu knapp. Bunny lehnt Unterstützung aber kategorisch ab. Von dem her versuche ich einfach Zeit mit ihm zu verbringen und ihm zwischendurch eine Freude zu machen. Bunny ist nach wie vor sehr motiviert bei ROOT IT. Aber er lernt sehr langsam und schwerfällig. Aber scheinbar macht er grosse Fortschritte wenn es darum geht Kabel zu verlegen und Netzwerke zu konfigurieren. Und übrigens, der Laptop den Bunny aus der Schweiz erhalten hat ist rege im Gebrauch. Das war das bestmögliche Geschenk. Oder fast… denn Bunny hat seit neuestem eine Freundin. Kanja. Sie ist eine Lehrtochter von Konkea, der Schneiderin. Er holt sie jeweils von der Arbeit ab und bringt sie nach Hause und holt sie wieder ab. Sie bringt Ihn ein wenig auf andere Gedanken und tut ihm sehr gut.

Aber Bunny und Choeun sind nach wie vor meine grössten Sorgenkinder hier. Choeun hat sich entschieden, dass er sich vom Vocational Training Program, also von WEC zu lösen. Diese Entscheidung hat hohe Wellen geschlagen und ist auf grosses Unbehagen gestossen aber wurde akzeptiert. Martin hat es dennoch hart getroffen, weil er viele Jahre dafür investiert hat, Choeun auf den richtigen Weg zu begleiten. In der Zwischenzeit hat Choeun seine Entscheidung Bereut und versucht sich wieder bei VTP anzuschliessen. Das hängt jetzt von den anderen VTP Mitgliedern ab.

Aber hier noch eine ganz schöne Nachricht: Choeuns Frau, Vannet, ist Schwanger. Sie hatte kämpft schon seit langem um eine Schwangerschaft und war auch grossem Druck der Familie ausgesetzt. Sie hat darunter gelitten, dass es nie geklappt hat und hat viel für ein Kind gebetet. Und mittlerweile ist sie im 4. Monat schwanger. Wir sind alle sehr dankbar dafür.

Entscheidung 2

Yannik und Pu Christoph

Seit wir in Kambodscha zurück sind befassen wir uns mit der grossen Frage wie es nach Kambodscha weiter gehen soll. Mit der Hilfe eines Coaches versuchten wir über 3 Monate herauszufinden, ob wir nach unserer Kambodscha Erfahrung in die Vereinigten Staaten, in die Schweiz, in ein anderes Land? Und was zu tun dort? Wir haben uns nach Arbeitsstellen, Ausbildungsmöglichkeiten etc erkundigt. Unser Coach hilft uns, Tasks zu definieren, damit wir dem Ziel in kleinen Schritten näher kommen.

Aber die Suche nach dem richtigen Ort gestaltete sich sehr schwierig. Aber das Blatt wendete sich, als uns Dominik ganz konkret anfragte, ob wir uns vorstellen könnten hier zu bleiben. Mary und ich haben uns mit dieser Frage ein paar Wochen auseinandergesetzt. Das grösste Gegenargument war, dass es finanziell schwierig wird. Auch im Anbetracht dessen, dass wir bald heiraten wollen. Hingegen wurde uns klar, dass wir bei Web Essentials wirklich am richtigen Ort sind. Ich fühle mich wohl in meinem Job. Im Verkaufsbereich lerne ich ständig dazu, mein Team entwickelt sich prächtig.

Dazu stehen Mary und ich voll und ganz hinter der Mission von Web Essentials.

Schlussendlich haben sich sehr viele Vorteile herauskristallisiert. Mary und ich haben uns für ein weiteres Jahr bei Web Essentials verpflichtet. Wir sind froh, dass wir die Last dieser sehr schwierigen Entscheidung los sind und sind sicher, dass wir eine gute Entscheidung gefällt haben. Hierbei vielen Dank an alle, die uns ermutigt haben, diesen Schritt zu machen und vorwärts zu gehen. Die Unterstützung aus der Schweiz ist nach wie vor riesig gross.

Veränderung

Speziell schwierig hier in Kambodscha ist dass die meisten Leute nur befristet hier sind. Es ist ein grosses kommen und gehen. Und das “Gehen” macht uns besonders Schwierigkeiten. In den letzten Wochen haben uns einige Menschen verlassen, die uns in unserer Zeit in Kambodscha sehr wichtig geworden sind. Speziell schwierig war der Abgang von Daniel, der mit uns 3 Monate bei Web Essentials gearbeitet hat und schnell ein guter Freund geworden ist, ist vor ein paar Wochen nach Hause gegangen. Und Sven, der 8 Monate mit mir zusammen gewohnt hat ist leider auch nach Hause gegangen. Seit her ist es so ruhig am Wochenende bei mir zu hause.

Bis Bald

Draussen regnet es im Moment in Strömen. Der Monsun gibt sein bestes. Es ist Regenzeit. Das heisst, normalerweise lässt es ein Mal pro Tag so richtig runter. Das Resultat sind Strassen, die aussehen wie Flüsse. Glücklicherweise haben unsere Motorräder hier einigermassen hohe Räder. Schwierig wird’s, wenn man von einem Lexus beinahe weg gespült wird. Die produzieren höhere Wellen als ein Personenschiff auf dem Bodensee. Wie auch immer, ich hoffe dass ich mehr Zeit finde um auf meinem Blog zu schreiben. Themen gibt es mehr als genug. Wenn ihr etwas genauer wissen möchtet, lasst es mich doch wissen.

Übrigens: Ich habe nun eine Schweizer Telefonnummer. +41 44 586 10 54. Ihr könnt mich nun zum Lokaltarif anrufen. Ich bin meistens erreichbar wenn bei euch Morgen ist.

Liebe Gruess und Shalom

Christoph

Mit dem Moto durch Phnom Penh Level 3

Sonntag, August 28th, 2011

Web Essentials?

Samstag, August 27th, 2011

In meinen letzten Gesprächen habe ich festgestellt, dass es schwierig zum vorstellen, was ich genau mache zur Zeit. Darum habe ich mir gedacht, dass es an der Zeit ist Klarheit zu schaffen und ein Wenig über meine Arbeit zu erzählen.
Meine Arbeit ist unter anderem der Grund, wiso meine Blogaktivität drastisch zurück gegangen ist. Ich finde nämlich kaum mehr Zeit etwas zu schreiben. Das ist allerdings ein sehr gutes Zeichen nicht?
Wie ich euch in der Schweiz erzählt habe, arbeite ich für ein Social Business mit dem Namen Web Essentials. Wir sind eine Web Entwicklungs Firma. Wir produzieren hoch Qualitäts TYPO3 (http://typo3.com/about.1231.0.html) Webseiten für lokale und internationale Kunden. Aber noch viel wichtiger ist, wir bieten Outsourcing Services für Schweizer, Deutsche und andere internationale Web Unternehmen an. Outsourcing? Unternehmen, die zusätzliche Ressourcen brauchen um ihre Projekte umzusetzen wenden sich an uns. Das können ganze Webseiten sein, oder einen Teil einer Webseite, eine Funktion wie zum Beispiel einen Shop oder ganz einfach einen Fehler der behoben werden muss. Unsere Kunden sind nahmhafte TYPO3 Web Entwicklungs Firmen. Die IT-Leute oder Marketing Personen unter euch könnten sogar die einten oder anderen Kunden kennen. Spannend ist, dass wir somit mit ganz vertrauten Namen in Berührung kommen. Wir setzen Webseiten und Applikationen für Unternehmen um, die uns in der Schweiz fast täglich begegnen. Genau desswegen müssen wir auch auf dem dem entsprechenden Standart arbeiten. Dafür dass Web Essentials erst 1 ½ Jahre alt ist, haben wir schon beachtlich viele Projekte im in und Ausland durchgeführt.
Bei Web Essentials arbeiten ungefähr 50 Mitarbeiter. Etwas mehr als 20 Entwickler, 3 Designer, 6 in der Administration, Kommunikation und IT Support, Ich mit meinen zwei Mitarbeiter im Verkauf und Marketing und Dominik und Rebecca in der Geschäftsleitung. Zudem haben wir 2 Raumpflegerinnen und mehrere Guards (Gehört in Kambodscha zum Standard Repetoire). Und die Belegschaft wächst.
Ich selber bin für den Verkauf und die Vermarktung zuständig. In erster Linie nehme ich Anfragen von Kunden entgegen. Diese müssen analysiert und zerlegt werden damit wir sie nach Stunden schätzen können und einen Preis Vorschlag machen können. Wir treffen regelmässig lokale Kunden die an einer Web Presänz interessiert sind. Wir nehmen ihre Anliegen auf und verfassen ein Dokument, das exakt beschreibt, was der Kunde erwartet, was er erhalten wird, und zu welchen Konditionen. Und schlussendlich der Preisvoranschlag. Diese Dokumente sind sehr Zeit und Arbeits Intensiv, weil sie einfach perfekt sein müssen damit wir den Kunden überzeugen können, dass eine Webseite mit uns die richtige Entscheidung ist. Meine Mitarbeiter haben hier grosse Schwierigkeiten. Saubere Texte zu schreiben fällt ihnen schwer. Das heisst wir müssen zusammen durch jedes Dokument lesen und Korrekturen anbringen und auch erklären wiso etwas anders geschrieben werden muss. Das Ziel ist, dass wir am Schluss nur noch die Grammatik korrigieren müssen. Wir entwickeln eine Verkaufsstrategie wie wir potentielle Kunden von einer guten Website überzeugen können (Verkaufs Präsentation, cold calls, Kostenvoranschläge etc). Und erarbeiten Marketing Stategien, wie wir weitere Partner auf Europäischem Boden finden können.
Des weiteren kümmere ich mich auch darum, dass die Projekte sauber gestartet und kommuniziert werden. Ich bin für die Kundenkommunikation verantwortlich, zum Beispiel wenn der Kunde nicht zufrieden ist oder noch zusätzliche Anforderungen hat. Ausserdem müssen wir sicher stellen, dass alle Rechnungen versendet werden.

Ich werde mehr über Web Essentials schreiben in einem nächsten Bericht. Wenn ihr Fragen habt, lasst es mich wissen.

www.web-essentials.asia

Auf dem Motorrad durch Phnom Penhs Strassen Teil 2

Freitag, August 19th, 2011

Dieses Mal auf der Diamond Island.

Mit dem Motorrad auf Phnom Penhs Strassen

Montag, August 1st, 2011

Der Tägliche Wahnsinn. Aber fangen wir mal mit einer einfachen Übung an.

Web Essentials in der Zeitung

Freitag, Juli 29th, 2011

Leider noch mit dem alten Bild. Aber halb so schlimm ;) Klick aufs Bild für eine grössere Ansicht.

Phnom Penh Post

Web Essentials in der Phnom Penh Post 29. July 2011

Kulturschock Singapur

Mittwoch, Juli 27th, 2011

Wenn ich von der Schweiz nach Kambodscha fliege dauert die Reise seine Zeit und irgendwie hilft das den kulturellen Unterschied zu verstehen. Lange Reise, neue Kultur, alles klar. Dieses Wochenende sind wir nach Singapur geflogen. Wir waren an eine Hochzeit eingeladen. Wir haben diese Gelegenheit genützt um ein Verlängertes Wochenende in diesem Land oder dieser Stadt zu verbringen.
Der Flughafen Phnom Penh ist etwa 10 Minuten ausserhalb der Stadt. Es handelt sich um einen kleinen Provinzflughafen, gegen den der Flughafen Basel fast schon übermächtig erscheint. Phnom Penh wird aber dennoch von allen grösseren umliegenden Städten angeflogen. Das Grösste Flugzeug dass hier landet ist eine Boeing A340-300 mit einer Passagierkapazität von 275 Personen von Paris. Der Rest sind kleinere Flugzeuge mit nicht mehr als 150 Reisenden. Der Flughafen wird wegen dem steigenden Interesse und der wachsenden Bedeutung von Phnom Penh ständig ausgebaut. Von dem her ist es immer eine kleine Überraschung was wohl neu gemacht worden ist seit ich das letzte Mal am Flughafen war. Dieses mal waren es etwa 4 Shops die neu aufgemacht haben.
Mit einer kleinen Verspätung sind wir dann in Singapur angekommen. Dieser Flughafen ist ein wenig anders. Von der Grösse her kaum zu übertreffen. Viele von euch waren vielleicht sogar schon dort. Der Changi Airport ist wie eine kleine Stadt mit Hotels und Zugverbindungen innerhalb der Checkin Zone. Naja, auf das war ich vorbereitet. Und ich wusste auch, dass sich Phnom Penh nicht so einfach mit Singapur vergleichen lässt. Aber dass sich die Unterschiede so krass herauskristallisieren hätte ich nicht gedacht.
Wir wurden abgeholt. In einem schönen, glänzendem, neuen Toyota sind wir auf sauberen Strassen mit Bäumen links und rechts sind wir in Richtung Wohnquartier gefahren. Singapur legt bekanntlich viel Wert auf sein äusseres. Die Autobahnen wie Gärten aufgezogen, die U bahn ist Top Modern und Klimatisiert. Die Kambodschanische Regierung investiert nicht sehr viel Geld für das öffentliche Interesse. Es wird viel Wert darauf gelegt, dass die Strassen auf denen wichtige Leute transportiert werden (z.B. Vom Flughafen zum Regierungsgebäude) in sehr gutem Zustand sind. Doch die anderen Strassen finden nicht sonderlich viel Beachtung. Brücken und grössere Strasseninvestitionen werden von anderen Ländern gesponsert. Darum haben wir eine Japanese Bridge. Die Fähre wurde von Finnland gestiftet, das Spital wurde von Russland auf die Beine gestellt und wird mit Hilfe von Organisationen auf den Beinen gehalten.
In Singapur werden selten Wohnungen vermietet. Man kauft Wohnungen von der Regierung oder von privaten Eigentümern. Die Regierung subventioniert die Landpreise damit die Wohnungen auch für Nicht-akademiker erschwinglich werden. Jedoch habe ich das Gefühl, dass die Nicht-Akademiker in Singapur nicht wirklich einen Platz haben. Die Kinder werden systematisch zu hoch produzierenden Master Schulabgänger erzogen. Für schlichte Arbeiten importiert Singapur Arbeiten aus anderen Länder für einen beschränkten Zeitraum.
In Kambodscha gibt es keine Subventionen. Jegliche Form von Unterstützung kommt von den NGO’s.
In Singapur sind wir in der Zukunft angekommen. Zumindest Architektonisch. Hochhausarchitekten toben sich in Singapur aus. Noch höher, noch verrückter, noch neuer, noch mehr Shopping Malls. Ich denke es ist eine Frage der Zeit bis alle Shopping Malls unterirdisch verbunden sind. Und in Kambodscha gibt man sich auch die grösste Mühe. Der höchste Turm befindet sich im Moment leider im Baustopp. Dem Bauherrn sind die Finanziellen Mittel ausgegangen. Jedoch hat der Spatenstich zu einem andern höchst ehrgeizigen Projekt angefangen. Phnom Penh floriert auf seine Art. Doch der wachsende Wohlstand macht sich sichtbar, denn immer mehr Menschen können sich Autos leisten. Dem Entsprechend sind die Strassen immer übler verstopft, weil ein Auto nimmt den Platz von etwa 4 Motorrädern ein. Und es kümmert sich niemand um neue Strassen.
In Singapur sind die Anzahl Autos vom Staat limitiert. Um sich ein Auto zu kaufen braucht man eine Bescheinigung und von diesen Bescheinigungen gibt es nur eine beschränkte Anzahl, die jährlich zur Verfügung gestellt und verlost werden.
Dieser Bericht soll kein Frustrationsschreiben sein. Aber dennoch schmerzt es zwischendurch wenn ich sehe wie die hiesige Landesführung sich nur um die Eigenen Interessen kümmert. Anderseits ist in Singapur derart viel reguliert, dass der Individualismus schon fast gefährdet ist. Zwei extreme und innerhalb von 1 1/2 Stunden Flug. Kambodscha ist ein wunderbares Land mit viel Potential und wunderbaren Menschen, das eine Führung verdient auf die sie sich verlassen kann.
Schlussendlich sind wir nach 4 wunderschönen Tagen wieder in Phnom Penh angekommen. Und siehe da, das Departure Area wird umgebaut. Der Flughafen wird von einer Französischen Privatfirma betrieben.

Telefonnummer

Dienstag, Juli 12th, 2011

Ich habe mir eine Lokale Telefonnummer eingerichtet.

Ich bin von nun an auf +41 44 586 10 54 erreichbar.

Diese Nummer wird auf mein Skype Account umgeleitet. Das heisst ich bin erreichbar solange ich online bin. Das heisst vor euch vor allem in den Morgenstunden. Freue mich auf Anrufe =)

Alltag in Phnom Penh

Dienstag, Juni 28th, 2011

So hier das lang ersehnte Update. Bitte entschuldigt, dass ich nicht vorher geschrieben habe. Aber ich hoffe die folgenden Zeilen werden erklären warum meine Schreibaktivitäten abgenommen haben seit ich zurück bin. Wir sind also tatsächlich gut gelandet in Kambodscha. Immigration kein Problem und der Abholdienst war auch schon hier. Und schon war alles wieder beim Alten. In einem unglaublich schnellen Tempo habe ich mich wieder zurück gewöhnt. Mein Haus sah gleich aus wie zuvor, mal abgesehen von den grünen Rückständen in meinem Wasserfilter. Ausserdem hat ein Verkaufsladen in meiner Nähe aufgemacht. Das ist super, somit verringert sich meine Fahrzeit zum nächsten Laden von 10 Minuten auf 3 Minuten. Ein Privileg. Mit vielen neuen Ideen bestückt sind wir Montags wieder im Büro erschienen.

Zuerst mussten wir uns an die neuen Gesichter gewöhnen. Daniel und Michelle aus Deutschland und Australien sind hier um uns zu unterstützen. Sie sind eine super Ergänzung zu unserem Team, ja mehr eine Bereicherung, aber leider verlassen sie uns bald wieder. Dann musste ich mir zuerst wieder einen Überblick schaffen. Wie sieht es aus, wer sind unsere neuen Kunden, was ist in der Pipeline, haben meine Staff ihre Hausaufgaben gemacht, etc. Es hat mich recht Energie gekostet wieder Tritt zu finden, denn vieles hat sich verändert. Neue Abläufe, neue Kunden, etc. Aber das hat sich dann mit der Zeit eingependelt. Im Moment übe ich mich in einem Balanceakt zwischen meinen beiden Positionen. Als Leiter des Verkaufsteam muss ich den Überblick über unsere potentiellen Kunden behalten, Dokumente kontrollieren und überarbeiten oder Standard Dokumente verbessern. Des weiteren bilde ich mich selber in der Verkaufstechnik fort und gebe das in einer hoffentlich verständlichen Form meinen beiden Mitarbeitern mit. Cold call… wie kann ich einen Kunden anrufen, ohne dass er sich wegen meinem Anruf belästigt fühlt? Wie kann ich ihn dazu überreden, dass wir uns treffen und über Web Essentials sprechen? Wie Stelle ich Web Essentials kurz und effektiv vor? Wir kämpfen alle mit der Sprachbarriere, die Kambodschaner noch viel mehr als ich. Und die nächste Herausforderung ist, dass ein Asiat nicht genau die gleiche Verhaltensweise erwartet wie ein Europäer oder Amerikaner. Aber genau das macht unsere Aufgabe spannend.

In Kambodscha haben etwas mehr als 300’000 Menschen Zugang zum Internet. Bei einer Bevölkerung von 14 Mio. Das ist noch nicht so viel. Aber wenn man beachtet, dass die Zahl von Internet Usern in den letzten 6 Monaten um 40% gestiegen ist, sehen wir ein riesen Potential. Und genau da versuchen wir uns zu platzieren. Meine beiden Mitarbeiter machen grossartige Fortschritte. Aber dennoch ist es auch schwierig, denn nicht alles was ich ihnen beibringen möchte kommt so an wie ich es mir vorgestellt habe. Und manchmal braucht es verdächtig lange um einen einzelnen Arbeitsschritt auszuführen. Anderseits bin ich immernoch mit der Technik verwickelt. Meine Aufgabe ist es unser Techniker zu begleiten. Ich glaube es wird mir nie gelingen, die IT ganz los zu bekommen ;) Vannak ist für die Infrastruktur, sprich die Server, Netzwerk und die Laptops der Mitarbeiter zuständig. Er ist eigentlich ein treuer und zuverlässiger Mitarbeiter. Die Herausforderung ist, dass wenn man ihn nicht kontrolliert, ein Auftrag Ewigkeiten dauern kann. Ich denke das liegt nicht daran, dass er faul ist, viel mehr, dass er sich selber innerhalb einer Aufgabe verliert. Darum ist es im Moment meine Aufgabe, ihm über die Schultern zu schauen, kleine, machbare Ziele zu definieren und zu reviewen. Ich bin froh, dass ich wieder hier sein darf. Ich denke die Aufgabe die wir hier haben ist ein Segen für mich. Die Zeit in der Schweiz und in den Staaten hat mir gut getan. Ich konnte viele gute Ideen erarbeiten und kann diese hier jetzt umsetzen. Ich hoffe in nächster Zeit wird es ein wenig ruhiger, dann habe ich wieder die Möglichkeit etwas spannendes über Kambodscha zu schreiben. Wenn ihr etwas spezifisches über Kambodscha oder mein Leben hier wissen wollt, so schreibt es mir doch, dann kann ich evt darüber schreiben!