Kleider – Wo ist das Problem?

Written by chris on April 2nd, 2014

Eine Diskussion mit meinem Freund und Langjährigen Supporter Peter hat mich dazu motiviert wieder einmal einen Blog zu schreiben. Wir beiden lieben unsere Levis Jeans. Aber ein Artikel auf der Clean Clothes Initiative hat uns aufgezeigt, dass Levi Strauss gar nicht zu den Vorzeigefirmen gehört.

Ich denke hier in Kambodscha wird die ganze Problematik mit der Kleiderproduktion real. Aber wiederum verliert man sich gerne in einer Doppel- sogar Tripplemoral.

  • Wir wollen schöne Kleider
  • Wir wollen günstige Kleider
  • Alternativen gibt es kaum. Was tun? Nackt herumlaufen?
  • Länder wie Kambodscha brauchen diese Industrie

Und das mit den günstigen Kleider trifft auch nicht ganz zu, denn wir bezahlen ein heiden Geld für Markenkleider und nur ein Bruchteil davon kommt beim Schneider an.

Der Schneiderlohn hier reicht kaum zum überleben. Aber das ist nicht das einzige Problem.

  • Fabriken sparen an allen Ecken und Kanten. Das führt dazu, dass Mitarbeiter mit Transport Trucks stehend zu den Fabriken und nach Hause transportiert werden. Hoch gefährlich und unangenehm.
  • Die Fabriken liegen abgelegen. Es gibt kein Essen. Die Fabrikarbeiter müssen das Essen das autorisierte Verkäufer zur Verfügung stellen kaufen. Das Essen ist zwar billig, aber qualitativ Grottenschlecht. Viele Arbeiter werden krank vom Essen.
  • Damit Mitarbeiter einen genügenden Lohn erhalten müssen sie Überstunden leisten. Mindestens 50%.
  • Arbeiterinnen, die in der Nähe der Fabrik arbeiten müssen ihr Zimmer mit 5 anderen Frauen leisten, so dass sie sich die Miete leisten können. Um genug Geld zu verdienen müssen diese Frauen anschaffen.

Ein Transport dauert nicht selten länger als eine Stunde. Der Arbeiter muss dafür selber bezahlen.

Jetzt stellt man sich Mal vor. Wenn man den Lohn eines Mitarbeiters verdoppeln würde, würde das wahrscheinlich auf etwa 5 Rappen pro Kleidungsstück herauskommen. Faktisch nichts. Dennoch ist man nicht kompromissbereit auf dieser Ebene.
Aber damit noch nicht genug. Manchmal passiert es tatsächlich, dass Mitarbeiter einen höheren Lohn erhalten. Was darauf hin passiert ist zum Krank werden. Die Renten gehen hoch, die Verkäufer verlangen mehr für ihr Essen, der Transport nach Hause wird teurer. Bottom Line: Der Mitarbeiter hat nach der Lohnerhöhung weniger Geld als zuvor.
Aber jetzt müssen wir auch die Wirtschaft in Betracht ziehen. Die Fabriken kreieren Jobs für Tausende Kambodschaner, die sonst auf dem Reisfeld arbeiten würden. Die Fabrik zahlt sich immer noch besser aus als das Reisfeld (oft zumindest). Für viele Menschen ist ein Job in der Fabrik immer noch eine bessere Lösung. Aber das soll nichts rechtfertigen.
Was können wir tun? Fair trade Jeans die aussehen, wie wenn sie für Joe aus Texas designt worden sind? Vermutlich nicht.
Fair trade lohnt sich immer zu unterstützen. Aber das Angebot ist limitiert.
Aber wir können Druck auf die Firmen aufbauen. Speziell auf Social Media haben wir direkten Zugriff auf die Firmen. Es reicht nicht, wenn es einige machen, es funktioniert nur wenn es alle machen.
Hier ein erster Schritt: Unterschreibe die Clean Clothing Initiative.

Zweiter Schritt: Teile diesen Artikel auf Facebook, Twitter, etc, denn wir müssen informiert sein und informieren um die richtigen Entscheidungen zu Fällen. Firmen, die sich anstrengen sollten belohnt werden. Firmen die sich nicht kümmern sollten das spüren.

Es gibt bereits super Firmen, die dringend auf Kunden angewiesen sind, denen die Herkunft ihrer Arikel wichtig ist. Hier ein Beispiel: Nomi Network: Das ist ein Projekt einer guten Freundin von uns.
Wäre natürlich super, wenn die in der Schweiz diese Produkte vertrieben werden würden im grossen Stil. Sobald es sich für derartige Projekte lohnt, können diese Projekte auch mehr produzieren.

Und sonst: http://www.cleanclothes.org/ folgen, Twittern, die Nachricht auf Facebook teilen, Firmen anschreiben, etc.

 

4 Comments so far ↓

  1. Consequently, even if you really loathe wearing glasses, you should
    have several frames putting about for wet nights, and for evening use.
    Nonetheless, you need to not wait to invest enough time on choosing and deciding.

  2. Now persons interested in gambling activities do not have to journey
    completely to physical casinos to enjoy a game.

  3. In the event that you’ve wound up attaining an openended straight pull or a
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    is definitely worth your while to call nearly any wager to the switch.

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